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Algerien
ma-mus wa?
afella iman, eris iman, jir-essen ezzeghen iman?
(tarik)
Was ist das?
Oberhalb gibt es Seele, unterhalb gibt es Seele, zwischen ihnen wohnt
Seele?
(Kamelsattel, der sich zwischen Reiter und Kamel befindet) Tuareg-Rätsel
Von allen Sahara-Ländern hat Süd-Algerien
zweifellos den landschaftlich interessantesten und abwechslungsreichsten
Teil der Wüste vorzuzeigen. Unsere Expeditionen sind aufgrund
der Größe der algerischen Sahara in vier Erkundungen aufgeteilt,
um viel Zeit für das Genießen der großartigen Landschaft
aufwenden zu können und um ausreichend Zeit für Wanderungen,
Besichtigungen und Kontakte mit Tuareg-Nomaden zu haben.
Zerklüftete Felsformationen eingebettet in liebliche Dünenlandschaften
charakterisieren das Tassili n´Ajjer. Tassili n´Ajjer
bedeutet Plateau der Flüsse, auch wenn es seit Jahrtausenden
keine Flüsse mehr gibt. Was es aber gibt, und wofür das
Tassili zu den kulturhistorisch interessantesten Regionen der Sahara
zählt, sind unzählige Felsgravouren, die von der einst
grünen und fruchtbaren Sahara zeugen.
Das
Hoggar-Gebirge, dessen höchste Erhebungen knappe 3000 Meter
erreichen, wurde im Zuge der Vulkantätigkeit des Tertiärs
und Quartärs hochgedrückt. Heute zeugen aus Lavaströmen
geschaffene Basaltorgeln von der bewegten Vergangenheit des Hoggars.
Der Granitrücken des Tefedest-Gebirge gipfelt im Geisterberg
Garet el Djenoun, der aufgrund seiner physischen Beschaffenheit eine
Heimstatt von Geistern und Dämonen darstellt.
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regionale Sandgebiete verdeutlichen die große Vielzahl sowohl
an Dünenformationen als auch an unterschiedlichen Färbungen
des Sandes. Anspruchsvolle Dünenüberquerungen wechseln
sich ab mit Legionärsstützpunkten aus der Kolonialzeit,
prähistorischen Fundplätzen und Brunnenanlagen aus der
Zeit der großen Trans-Sahrara-Handelskarawanen.
Tahaggart,
Youf Ahakit und Tagrera sind die Zentren der nach Süden
hin auslaufenden Schichtstufen des Hoggars. Die an der Grenze
zum Niger gelegene Region ist ein unbeschreiblich fantastisches
Teilgebiet
der Sahara, das sich durch ein Wechselspiel aus massiven Felsformationen
und freistehenden Zinnen und Nadeln zusammensetzt. Dazwischen finden
sich eine Vielzahl an prähistorischen Felsgravouren.
Weiterführende Literatur
ARNOLD Adolf, Algerien, 1995
ECKERT Ursula und Wolfgang, Algerische Sahara, Richtig Reisen, DuMont, 1990
FAATH Sigrid, MATTES Hanspeter (Hg.), Algerien, edition wuquf 6, 1991
GÖTTLER Gerhard: Richtig Reisen - Die Sahara, Köln Juni 2001
MIETHE-SOMMER Heike (Hg.), Tuareg Poesie (nach Charles du Foucault und Zöhrer),
MÜLLER Gerd (Hg.), Wie Sand im Licht des Mondes. Dichtung der Tuareg
PANDOLFI Paul, Les Touaregs de l'Ahaggar. Sahara algerien. Parente et residence
chez les Dag-Ghali, 1998
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